Städtebau & Architektur


Das Ensemble der Baugemeinschaft Sophie Charlotte verbindet einen hochwertigen Neubau mit der sorgfältigen Sanierung des charaktervollen Bestandsgebäudes aus den 1950er-Jahren. Es fügt sich sensibel in die gewachsene Struktur Charlottenburgs ein und vereint klare städtebauliche Haltung mit einer eigenständigen architektonischen Sprache. So entsteht ein Projekt, das Bestand und Neubau selbstverständlich miteinander verknüpft. Der Architekturentwurf wurde von BEHLES & JOCHIMSEN erstellt. Informationen zum Städtebau und der Architektur, sowie Visualisierungen des Entwurfs finden Sie im Anschluss.*

Bestands- & Neubau mit gemeinsamer 
Erschließung und Hofraum

Wohnfläche gesamt
(Neubau & Bestand)

inklusive zurückgestaffeltem 
Dachgeschoss

Stadtbild & Nachbarschaft

Die gewachsene Struktur Charlottenburgs bildet den städtebaulichen Rahmen: klare Straßenräume, Blockrandbebauung mit historischer Tiefe und eine vielfältige Nachbarschaft.

  • Der Neubau der Baugemeinschaft Sophie Charlotte fügt sich in Höhe und Tiefe sensibel in dieses Gefüge ein.
  • Der Bestandsbau stärkt die Adressbildung entlang der Straße.
  • Hinter den beiden Fassaden öffnet sich ein geschützter Hofraum als grüner Rückzugsbereich und Gegenpol zum städtischen Straßenraum.
  • Aufenthaltsflächen verbinden private Rückzugsorte mit gemeinschaftlicher Nutzung.
  • Im Kleinen zeigt sich, was das Viertel insgesamt ausmacht: urbane Lebendigkeit, Vertrautheit und Natur im Wechselspiel.

Das Gesicht zu Stadt

Selbstbewusst positioniert sich der Neubau und bildet gemeinsam mit dem Bestandsbau das Entree der Straße.

  • Der Kopf an der westlichen Ecke nimmt Bezug auf die vorstehenden Loggien und verbindet Alt- und Neubau; große Fenster orientieren sich in die Weite.
  • Von hier schwingt sich die gefaltete Fassade in die Straßenflucht. Sie interpretiert das ortstypische Erker-Motiv in den Obergeschossen neu und verteilt es gleichmäßig über die gesamte Fassade.
  • Durch die Drehung orientiert sich der Blick nicht direkt auf die gegenüberliegenden Gebäude, sondern mehr in die Tiefe des Straßenzugs bzw. Richtung Sophie-Charlotte-Straße.
  • Das Dachgeschoss nimmt die Traufkante des Altbaus auf, staffelt sich ab hier um ca. 1,5 m zurück und folgt ebenfalls der Fassadenfaltung.
  • Im Erdgeschoss treten Eingang und Tiefgaragenzufahrt zurück und schaffen eine großzügige, geschützte Zugangssituation.

Erweiterung des Blockrands & Innenhof 

Vom Eingang gelangt man über eine kleine Treppe oder den direkt am Zugang liegenden Aufzug in den Innenhof. Er spannt sich zwischen Bestandsbau und Brandwand auf und öffnet den Blick tief in den denkmalgeschützten Nachbarhof der Beamtenwohnanlage von Paul Mebes.

  • Der Baukörper des Neubaus staffelt sich auf der Hofseite, vom Altbau beginnend in Richtung Brandwand, in vier Versprüngen.
  • Jedem zweiten Versprung ist ein Balkon vorgelagert.
  • Im Dachgeschoss ist der Baukörper zum Hof zweifach gegliedert und formt zwei den Wohnungen zugeordnete Dachterrassen.

Ensemble aus Neu- & Altbau

Das Ensemble wird über einen gemeinsamen Zugang erschlossen.

  • Linkerhand führt eine Treppe über sieben Stufen in den rund 1 m über dem Straßenniveau liegenden Hof; alternativ erfolgt der Zugang barrierefrei über den mittig angeordneten Aufzug. Rechts führt der Weg in das innenliegende Treppenhaus.
  • Rechts des Eingangs befindet sich der von außen zugängliche Müllraum für das gesamte Ensemble, links die Zufahrt zur Tiefgarage mit KFZ- und Fahrradstellplätzen.
  • Über den Hof erreicht man den neuen Zugang des Bestandsbaus, der durch die Anhebung des Hofniveaus ebenerdig erschlossen ist.
  • Im Untergeschoss von Neu- und Bestandsbau liegen die Abstellräume sowie ein Raum für Kinderwägen und Ähnliches.

Materialität der Fassade

Die Gestaltung der Fassaden verbindet traditionelle Materialien mit klarer Gliederung und großzügigen Öffnungen.

  • Der Kopfbau greift mit seiner Loggia die Gliederung der Bestandsfassade auf.
  • Es entstehen große Balkone mit raumhohen Brüstungen, die Sichtschutz bieten und als Rankgerüst dienen.
  • Die Hülle des Bestandsbaus wird energetisch saniert, erhält ein Wärmedämm-Verbundsystem und neue Fenster.

*Vorabversion: Die Planung des Neubaus unterliegt noch Umplanungen, bzgl. Genehmigung und Aufmaß. Die Flächen und Zuschnitte der Wohnungen sind nicht final. Hinweise Berechnung Wohnflächen finden Sie in der Wohnungsliste.